Schmucklexikon - Fachausdrücke aus der Schmuckbranche

Schmucklexikon Schmuckratgeber

Agraffe: Schmuckspange, Hutschmuck der Re­naissance, auch Gewandnadel, mit Haken zum Schließen.
Alliance Ring: Ringoberfläche wird mit drei, fünf oder mehr aneinandergereihten Steinen (meist Brillanten) gefasst, man kann den Ring natürlich auch rundherum fassen.
Altgold: Allgemeine Bezeichnung für alles an Edelmetallen wie Bruchstücke, Feilung und unbrauchbare Reparaturabfälle in Gold, die zur Wiederverwertung eingeschmolzen werden, es wird auch als Bruchgold oder Altschmuck bezeichnet
Altschmuck: Schmuck den Sie uns verkaufen können egal wie teuer oder wie billig, defekt und natürlich auch Zahngold,diese werden dann zum Goldankauf gegeben
Amalgam, Amalgamation: weiteres wissenswertes zum Begriff Amalgam
Atramentum: (lat. Schwärze). nach altem Rezept ein Eisenvitriol oder gebranntes Eisen zum Färben von Gold
Abgedeckte Fassung: Zargenfassung, bei der aus dem Rand sechs bis acht Körner heraus-gearbeitet sind und der Stein wie in Krappen gefasst wirkt.
Arkadanfassung: Der Edelstein sitzt auf Filligranarkaden oder -säulchen, Faßart um 1000.

Barren: ungemünztes Edelmetall in Form von Platten oder Stangen. Gold- oder Silberbarren waren vor der Einführung von Münzen Zahlungsmittel.

Bruchgold: Darunter versteht man defekten Goldschmuck, ein Wort das hauptsächlich im Schmuckankauf verwendet wird.

Berggold: Gold von primären Lagerstätten aus Quarzgängen und Konglomeraten, das meist gediegen, d.h. als Einsprengsel oder Adern, metallisch im Gestein liegt.
Beads: Darunter werden Kugeln mit verschiedenen Designs mit und ohne Steine gemeint die man über ein Schmuckband ziehen kann, das bekannteste Sammelsystem ist Pandora-Beads-Charms.
Beschauzeichen: Zunfts- oder Amtsstempel, der bis ins 19. Jahrhundert Gold- und Silberwaren zur Bestätigung des Feingehalts aufgestempelt wurde. Heute wichtiges Erkennungsmerkmal bei Antiquitäten aus Edelmetall.
Bijouterle: (frz. bijou = Schmuck), Juwelenarbeit, allgemein auch für Juwelenherstellung.
Blattgold: in Handarbeit gehämmerte Goldfolie von ca. 1/10000 mm Stärke, durchlässig für grünes Licht; wird zur Vergoldung von metallischen und nichtmetallischen Gegenständen sowie in der Buchbinderei, im Kunstgewerbe und bei Restauration verwendet.
Chatonfassung: nach unten konisch zulaufende Fassung, in welcher der Stein durch eingefeilte Stotzen oder Krappen gehalten wird.
Chatelaine: (frz. = Schloßherrin), ursprünglich aus vielen Metallgliedern bestehender Frauengürtel, an dem Schlüssel, Fächer, Kosmetikartikel u.a. Hingen. Im 18. Jahrhundert Herrenuhrkette mit Anhängseln, wie Petschaft, Uhrschlüsselchen, oft mit Edelsteinen verziert.

Charms: Das sind die Kugeln die zum Beispiel über ein Armband wie Pandora gezogen werden können. Oder man versteht auch die Anhänger mit einem Karabinerhaken darunter, die sogenannten Bettelanhänger, der bekannteste Thomas Sabo.

Choker: kurze, in Höhe der Halsgrube anliegende Kette aus gleichgroßen Perlen oder Steinkugeln.
Collier: Sammelname für etwa 45 cm lange Ketten, die aus beweglichen Gliedern bestehen und nach Verlauf gearbeitet sind. Die Glieder sind - besonders beim Brillantcollier - reich mit Edelsteinen besetzt. Perlcollier ist eine nach Verlauf  sich verjüngende ,gefädelte Perlenkette.
Colier de chien: (frz. = Hundehalsband) eng am Hals anliegendes Halsband aus beweglichen Teilen, auch im Muster gefädeltes, breites Perlband.
Diadem: Kopfschmuck, ursprünglich Zeichen der Herrscherwürde, im Empire in Anlehnung an die Antike auf der Stirn oder im Haar bei Hof getragen. Engl. Tiara.
Diffusion, diffundieren: (lat. Verschmelzung), in der Löttechnik verwendete Bezeichnung für die gegenseitige Löslichkeit von Grundmetall und Lot beim Erhitzen zum Erzielen einer dauerhaften Lötung.
Dissoziation: (lat. trennen, zerteilen), in der Chemie Bezeichnung für den Zerfall von Molekülen zahlreicher Säuren, Basen und Salzen zu positiv und negativ geladenen lonen, wenn sie in Wasser gelöst werden. Eine ionenhaltige Lösung bezeichnet man in der Galvanotechnik als Elektrolyten.
Doublé: Verbundmetall aus dickerer Unedelmetallschicht mit aufplattierter dünner Goldauflage.
Edelmetalle: Sammelbegriff für Gold, Silber und Platin, die im Gegensatz zu anderen Metallen resistent sind gegenüber dem Sauerstoffgehalt der Luft.
Edelstein: Mineral, das sich durch Farbe, Glanz, Härte, besondere Lichterscheinungen und Seltenheit von anderen Mineralien abhebt.Sie heissen Edelstein wei sie Edel und Wertvoll sind
Elektrolyse: elektrochemisches Verfahren zur Darstellung von Feinmetallen (Gold, Silber, Platin).
Ellgius: HI., ca. 590-660, Goldschmied und Münzmeister, 640-659 Bischof von Noyon, Schutzpatron der Gold- und Silberschmiede.
Email: mit Metalloxiden gefärbter Glasschmelz auf MetalIgrund.
Entourage: Um einen großen Mittelstein sind kleinere Steine in Einzelfassungen gruppiert.
Falschbezeichnung: Nach RAL 560 A 5 nicht erlaubte Bezeichnung von Edelsteinen mit dem Namen eines edleren Edelsteines in der Absicht, den Käufer zu täuschen; z. B. "Kaprubin" statt Granat, "Alaska-Diamant" statt Bergkristall u. a.
Farbgold: Sammelname für farbige Goldlegierungen in den Abstufungen von Rot- über Gelb- bis Blaßgold. Im Gegensatz dazu Weißgold.
Fassungen, Fassarten: Halterungen für Edelsteine auf Schmuckstücken und anderen Goldschmiedearbeiten. Gold mit einer Reinheit von 99,99%, die durch Elektrolyse erreicht wird.
Feinsilber: Silber mit einem Feingehalt von 99,99%
Feingehalt: Angabe des Edelmetallgehaltes einer Gold- oder Silberlegierung. Der F. wird in Tausendteilen angegeben, früher in Karat.
Feingehaltsbestimmungen: s. Stempelgesetz.
Feuervergoldung: ältestes Verfahren zur Oberflächenveredlung mit Gold. Der Gegenstand wird mit Goldamalgam betragen, das Quecksilber verdampft und das zurückbleibende Gold mit dem Polierstahl eingerieben. Sehr dauerhafte Vergoldung, aber wegen der Gesundheitsgefährdung von der galvanischen Vergoldung verdrängt.
Fibel: Gewandnadel, die in der Völkerwanderungszeit und im Mittelalter zum Zusammenhalten eines Kleidungsstückes benutzt wurde.
Filigran: (lat. filum = Faden, granum = Korn), feine Oberflächenverzierung, wobei gekörnter, gekordelter oder glatter Draht auf Goldgrund ornamental aufgelötet wird. Ohne Grundmetall als durchbrochenes Filigran in der Volkskunst.
Formstein: altes Hilfswerkzeug aus Ziegel oder Kalkstein mit eingeschnittenem Muster, das in dünnes Goldblech gepreßt wurde.
Furnituren: vorfabrizierte Elemente, Federringe, Verschlüsse und Mechaniken fur die Schmuckherstellung.
Fürspan: Schmucknadel zum Zusammenhalten des Mantels über der Brust, im Mittelalter üblich.
Galvanotechnik: Oberflächenveredlung von metallischen Gegenständen durch elektrolytisch hergestellte, festhaftende Edelmetallüberzüge geringer Dicke. Im Schmuckbereich durch Vergolden, Versilbern und Rhodinieren.
Gemme: Edelstein mit vertieft eingeschnittener Bilddarstellung. Heute Oberbegriff für gravierte Edelsteine (Kamee und Intaglio).
Gemmologie: Lehre von den Edelsteinen. Zweig der Mineralogie.
Gesenk: gravierte Hohlform zum Pressen und Stanzen von Schmuckteilen. Das dazugehörende positive Gesenk wird auch als »Pfaff« bezeichnet.
Gold: Element, chem. Zeichen Au, Edelmetall, Ordnungszahl 79, Atomgewicht 197, Dichte 19,3, Schmelzpunkt 1063° C, Siedepunkt 2960° C, Härte nach Brinell 18. In gediegenem Zustand gelbe Farbe. Dehnbarstes MetalI, in ganz dünner Auswalzung (bis 1/12000 mm möglich) grünlich durchscheinend. Aus 1g Gold kann man einen Faden von 2 km Länge ziehen oder eine Folie von 0,30 m2 schlagen. Hohe Polierfähigkeit, nur in Königswasser und verdünnten Zyankalilösungen löslich. Hauptvorkommen: Südafrika, USA, Kanada, UdSSR, Australien. Gold wird durch Auswaschen aus Flußseifen und im Untertagebau aus primären Lagerstätten gewonnen, wo es in Form von Adern und Plättchen im Gestein liegt.
Goldlegierung: kristallines Gemenge aus zwei oder mehreren Metallen, deren Hauptbestandteil Gold ist. Gebräuchliche Goldlegierungen für die Schmuckherstellung enthalten Silber, Kupfer, Palladium oder Nickel; Goldlote mit Cadmium und Zink.
Goldproben: Methoden zur Feststellung des Feingehaltes einer Goldlegierung. Qualitative Probe: Strichprobe. Quantitative Probe: Feuerprobe und naßchemische Analyse.
Good delivery gold: (engl.) Bezeichnung für Feingold, das in Barren von 12.5 kg international gehandelt wird.
Große Parure: Diadem, Brustschmuck, Ohrringe, Collier und zwei gleiche Armbänder.
Gran, Grän: (lat. granum = Korn). 1. mittelalterliches Gold- und Silbergewicht, kleinste Einheit der Köllnischen Gold- und Silbermark. 2. heute gebräuchliche Gewichtseinheit für echte Perlen: 1 Grän = 0,05 g.
Granulation: (lat. granum = Korn), antike Schmucktechnik, bei welcher winzige Gold-oder Silberkügelchen auf einen Rezipienten aufgeschmolzen werden.
Gravieren: (frz. graver = graben), Sammelbegriff für eine Reihe von Techniken, bei welchen mit Grabwerkzeugen, den Sticheln, lineare oder reliefartige Muster in Metall eingraviert werden. Man unterscheidet Flachstichgravuren, die zur Belebung oder Verzierung einer Metallfläche ausgeführt werden, vom Stahlgravieren, das zur Herstellung von Stanz-, Press- und Prägewerkzeugen notwendig ist.
Halsschmuck: Sammelname für Halsketten, Halsreifen und Halsbänder aller Art.
Halsreif: im Gegensatz zum Halsband unbeweglicher, aus einem Metallstreifen gearbeiteter Reif, der eng am Hals anliegt.
Hobelspankette: In der Renaissance beliebte Gliederkette aus schmalen Blechstreifen, die in hobelspanähnliche Ringe gebogen und ineinandergehängt sind.
Heftlein, Schmucknadel, Spange: kleines Schmuckstück, das besonders im 15. Jahrhundert beliebt war und an die Kleidung geheftet wurde; zumeist mit Körperemail verziert.
Inkrustation: In die MetalIfläche werden ein oder mehrere Steine mit Hilfe von Körnern gefaßt, wobei die Innenkante hochglanzverschnitten wird. Man unterscheidet Pavé = Pflasterung und Fadenfassung = Reihung und Einzelinkrustation.
Imitation: nach den RAL-Vorschriften Bezeichnung für die Nachahmung eines Edelsteines mit anderer chemischer Zusammensetzung und physikalischen Eigenschaften als das echte Vorbild, nur in der Farbe übereinstimmend.
Intaglio: (Ital. tagliare = schneiden), Edelstein mit vertieft geschnittener Darstellung.
ID BAND: Kette mit einer Gravurplatte die mit Ihrem Name versehen werfen Kann
Infinityzeichen: Es ist das selbe Symbol wie das mathematische Endlos zeichen es gibt mittlerweile sehr viel Infinity-Schmuck
Juwelierplatin: Bezeichnung für eine Platinlegierung mit einem Feingehalt von 950-960 Tausendteilen.
Kamee: (ital. cameo), Edelstein mit erhaben geschnittener Reliefdarstellung.
Karat: (lat. ceratina siliqua = Johannisbrotbaum. Seine Samenkörner wurden im Orient als Gewicht für Goldwaren und Edelsteine benutzt), 1. Alte Bezeichnung für den Feingehalt einer Goldlegierung. 24karätiges Gold entspricht dem Feingold. 2. Edelsteingewicht: 1 metrisches Karat entspricht 0,2g.
Karmoisierung: rahmenartige Anordnung von kleinen Steinen um einen größeren Mittelstein.
Königswasser: Säuregemisch aus 1 Teil Salpetersäure und 3 Teilen Salzsäure zum Auflösen von Gold und Platin, so wird Gold auf seine Gehalte getestet .
Kordeldraht: zwei oder drei miteinander verzwirnte Golddrähte, die zur Belötung von Flächen oder zu Filigranarbeiten verwendet werden.
Kegelfassung: auf die Spitze gestellter Kegel, in dessen Öffnung der Stein mit einer Zarge oder mit Krappen gehalten wird.
Kleine Parure: Halskette, Ohrgehänge und dazu passende Agraffe.
Kastenfassung: Wie Zargenfassung.
Karmoisierung: Ähnlich aussehend wie die Entourage, doch sind die Steine im Rahmen inkrustiert.
Körbchenring: Ein großer Stein sitzt in einer Krappenfassung, die, aus vielen Drähten gearbeitet, wie ein Körbchen wirkt.
Krappenfassung: Der Stein wird von mehreren dünnen Drähten gehalten.
Kugelanke: Eisenblock mit halbkugelförmigen Vertiefungen zum Treiben von Hohlkugeln oder Kugelabschnitten aus Metall.
Legierung: Mischung aus zwei oder mehreren Metallen im schmelzflüssigen Zustand. Edelmetalle werden legiert, um sie gebrauchsfähiger zu machen. Gold auch, um seine Farbe zu ändern. Gängige Legierungen in Europa 333/000=8 kt, 375/000 =9kt , 585/000 14 kt, 750/000 =18kt
Lot, löten: Löten ist eine metallische Verbindung zweier Metallteile mit Hilfe eines dritten, dem Lot, durch Erhitzen. Das Lot muß einen niedrigeren Schmelzpunkt haben als die zu lötenden Metalle. Gold wird mit Lot vom gleichen Feingehalt wie das Arbeitsmetall gelötet.
Lüster: ist der Glanz der Perlen, der durch Interferenz des Lichtes an den dünnen Perlmuttplättchen der Perlhaut zustande kommt.
Mark: mhd, »mit einer Marke versehenes Metall«. Als Währungseinheit seit dem Mittelalter gebräuchlich.
Marke: Meistermarke auf Gold- und Silbergegenständen, vom Hersteller gestempelt.
Maschinenschmuck: Modischer Schmuck des ausgehenden 19. Jahrhunderts unter Verwendung von in Gold nachgebildeten Schrauben, Nieten oder geometrischen Formen als Symbole des Maschinenzeitalters.
Maschienenketten: Das sind aus Draht maschinell, industriell gefertigte Ketten für die Schmuckindustrie in Gold und in Silber.
Minuterla: von Benvenuto Cellini so genannte »Kunst, mit Hammer und Punzen erhabene Figuren in Gold- oder Silberblech zu treiben«.
Memoire-Ring: Schmaler, neben dem Trauring zu tragender Reifen, der ganz oder teilweise mit Brillanten ausgefaßt ist und zu einem besonderen Ereignis geschenkt wird.
Namensketten: Ketten die mit ihrem Namen personalisert  werden in der Regel werden diese Ausglasert manchmal auch gesägt, Namenskette.
Namenringe: Ringe die mit ihrem Namen personalisert  werden in der Regel werden diese Ausglasert manchmal auch gesägt
 
Niello: (lat. nigellum = schwarz), Legierung aus Silber, Kupfer, Blei und Schwefel, die in ausgehobenen Gruben meist in Silber eingeschmolzen wird und durch die Silber-Schwefelverbindung schwarz ist. Auch »Tula« genannt.
Nuggets: (engl.), kleine Goldkörner, in Seifenlagerstätten gefunden.
Platin: Element, chem. Zeichen Pt, Edelmetall, Ordnungszahl 78, Atomgewicht 195, grauweiße Farbe, Schmelzpunkt 1774° C, Härte nach Brinell 50 kp/mm2, dehnbar, polierfähig, im Knallgasgebläse schmelzbar, nur in heißem Königswasser löslich. Vorkommen in Südafrika, Kanada, Rußland und Australien zusammen mit den Platinnebenmetallen Iridium, Rhodium, Palladium, Osmium und Ruthenium.
Plattierung: Oberflächenbeschichtung, Vergoldung, Versilberrung siehe Doublé.
Probierkunst: alte Bezeichnung für die Ermittlung des Feingehaltes von Gold- und Silberlegierung, heute Strichprobe.Benötigt man zum Goldankauf, Altschmuckankauf .
Punzen: Stahlstifte mit verschieden geformten Schlagflächen zum Ziselieren.
Punzierung: Stempelung von Gold- und Silberwaren mit Feingehalts-, Meister- und Beschauzeichen.
Prunkkette: besonders reich verzierte, breite Kette mit einem Anhänger, die hauptsächlich in der Renaissance vorkommt.
Paillot, Paillen: (frz., kleine Lotstückchen.
Pandora-Schmuck: Die Firma Pandora verpackte das Thema Kugeln, Charms zu einem Sammesystem dem Heute weltweit grösstem
Parure: (frz. = Putz), Schmuckgarnitur des 18. Jahrhunderts, ähnlich wie das moderne Schmuckset.

Pressen: Darunter versteht man gepressten, gestanzeten Schmuck. Es eird eine Stahlform graviert, die in eine Stanz-Maschine gespannt wird. Damit wird dann das entsprechende Schmuckstück aus einem Goldblech oder Silberblech gestantzt. Dies Verfahren wird nur für Grossserien angewendet da das Stanzwerkzeug sehr teuer ist.

Raffination: naßchemische oder elektrolytische Aufbereitungsmethode zur Gewinnung der reinen Edelmetalle aus Erzen oder den sogenannten Rohmetallen.
RAL 560A5E: Begriffsbestimmungen und Bezeichnungsvorschriften für Edelsteine, Schmucksteine, Perlen, Korallen sowie deren Synthesen.
Rhodinieren: galvanische Oberflächenveredelung mit Rhodium, einem Platinmetall.
Rivierering: schmaler, rundum mit Farbsteinen oder Brillanten besetzter Reif.
Rohgold: (-silber, -platin), vom Gestein befreites, gediegenes Gold mit hohem Anteil an anderen Metallen, das durch Raffination zu Feingold gereinigt werden muß.
Rotgold: Goldlegierung mit hohem Kupferanteil(auch Roseegold genannt)
Siegelring: Ring mit einer negativ gravierten Platte oder einem geschnittenen Stein, der zum Siegeln geeignet ist.
Solitär: Brillantring mit einem Stein in Krappenfassung oder Chaton, der hoch über die Ringschiene herausragt.
Soutoir: nabellange Kette aus Metallgliedern oder Perlen.
Stückleinskette: Halsschmuck des 16. Jahrhunderts aus verschiedenen geschliffenen Edelsteinen und Perlen, die in einzelnen, beweglicheninandergehängten Fassungen sitzen.
Scheideanstalt: Metallurgischer Betrieb zur Durchführung der Edelmetallscheidung.
Scheidegut: Sammelname für alle Arten von Edelmetallabfällen, die zur Aufbereitung in die Scheideanstalt kommen.
Scheidung: metallurgische Zerlegung von Legierungen in ihre Bestandteile. Die Gold- und Silberscheidung wird in Schmelzprozessen, chemischen und elektrolytischen Verfahren durchgeführt.
Scheidewasser: Salpetersäure zur Trennung von Gold und Silber.
Schwefelsilber: schwarze Silbersulfidschicht auf Silberwaren, die sich durch den Schwefelgehalt der Luft bildet.
Silber: Element, chem. Zeichen Ag (argentum), Edelmetall, Ordnungszahl 47, Atomgewicht 107,87, Schmelzpunkt 960° C, Siedepunkt 2210° C, Härte Brinell 25 kp/mm2, weiße Farbe, bester Leiter für Wärme und Elektrizität, dehnbar, polierfähig mit höchstem Reflexionsvermögen unter den Edelmetallen, doch anfällig gegenüber dem Schwefelgehalt der Luft. Löslich in Salpetersäure, heißer Schwefelsäure und Cyaniden. Vorkommen in Mexiko, Peru, USA, Kanada und China und vergesellschaftet mit Blei-, Kupfer-, Nickel- und Zinkerzen an vielen Stätten.
Sintern: Die zusammenführung zweier Edemetalle wie Gebgold und weissgold , durch das erhitzen knapp untehalbe des Schmelzpunktes , dabei kommt es zur schwindung und Verbindung beider Metalle , die nicht wie beim löten nur durch Lot gehalten werden , sondern es ist eine tatsächliche Verbindung beider Metalle.
Stanzen: Verfvielfältigungstechnik, Ausschneiden von Schmuckteilen aus Metallblech mit scharfkantigen Stempeln, meist mit vorhergehender Verformung durch Pressen verbunden.
Stempelgesetz: Vorschriften zur Stempelung von Gold- und Silberwaren. Reichsgesetz von 1884 und 1934, seit 1888 in Kraft.
Sterlingsilber: Silberlegierung mit einem Feingehalt von 925/000. Ursprünglich engl. Bezeichnung für eine Münze des 12. Jahrhunderts. 240 Sterling ergaben das engl. Pfund von 454g.Wird heute als Sterlingsilber 925 bezeichnet.
Stichel: Werkzeuge des Graveurs und des Fassers, Stahlstifte mit verschieden geformten Schneideflächen zum Ausheben von Gruben und Linien aus dem Metall.
Straßschmuck: Schmuck mit Glassteinen, meist als Imitation von Brillantschmuck, so genannt nach seinem Erfinder, dem Pariser Juwelier Georg Friedrich Straß (1701-1773). Das Grundmaterial für Straß ist ein bleireiches Glas, dessen Reflexionsvermögen durch Zusätze von Wismut und Thallium wesentlich höher ist als das anderer Glassorten. Die geschliffenen Sraßsteine wurden zur Vermehrung der Brillanz noch mit Metallfolien hinterlegt.
Strichprobe: s. Probierkunst.
Spiegelfassung: Zargenfassung, bei der der obere Zargenrand und die Steintafel eine ebene Fläche bilden.
Synthese: allgemein künstliche Darstellung eines Stoffes. In der Gemmologie Bezeicnnung für ein Laborprodukt, das in seiner chemischen Zusammensetzung und in den wichtigsten physikalischen Eigenschaften mit einem natürlichen Edelstein übereinstimmt. Heute werden auch Synthesen als Edelsteinimitationen hergestellt, die kein natürliches Vorbild haben.
Tassel: Knopfpaar zum Halten des Mantelbandes, reich verziert.Wird auch an Schuhen verwendet .
Tauschieren: Verzierung einer Metallfläche mit einem anderen, farbig abgesetzten Metall, wobei weicheres Material, in der Regel Gold oder Silber, in härteres, in vertiefte Gruben eingeschlagen wird.
Treiben, Treibarbeit: alte Technik der Kaltverformung von Metallen, wobei auf einer nachgiebigen Unterlage (Holz, Kitt, Blei) das Metallblech gehämmert wird.
Twinset, Triset: Kombination von Trauring und Brillantring.
Treibprozeß: Verfahren zur Aufbereitung von Altgold. Durch oxidierendes Schmelzen werden metallische Verunreinigungen verschlackt = abgetrieben.
Troyunze: (engl.), Gewichtseinheit für Edelmetalle, besonders für Gold, im internationalen Handel gebräuchlich. 1 Troyunze=31,08g.
Tula: Bezeichnung für Niello seit Mitte des 19. Jahrhunderts, nach der Stadt Tula bei Moskau, wo Waffen mit Niello verziert wurden.
Unterschiebung: s. Falschbezeichnung.
Unendlichkeitsschmuck: In den letzten Jahren ist das mathematische Endloszeichen zum Kultschmucksymbol geworden wie auch andere religiöse Symbole
Vergoldung: Oberflächenbehandlung d.H. die Farbe wird Galvanisch beschichtet es Kann fast jede Farbe erzeut werden Gängig sind Silber, Gold, Rosee aber natürlich auch grau und schwarz
Wachsausschmelzverfahren: Verfahren zur Herstellung auch komplizierter Metallgüsse. Von Cellini als Gießen in der verlorenen Form beschrieben. Heute wird das Wachsausschmelzverfahren mit elektrisch betriebenen Schleudergußanlagen durchgeführt.
Wiener Fassung: Zargenfassung mit verschnittenem Rand, der den Stein optisch vergrößert.

Wickelband: Es handelt sich um flexibele Armbänder die mehrfach um das Handglenk gewickelt werden können. Die schmuckmaterialien sind beliebig.

Weißgold: durch Palladium entfärbte Goldlegierungen, die vorwiegend bei der Herstellung von Brillantschmuck, sogenannten Weißjuwelen, verwendet werden.
Zargenfassung: glatte, runde oder eckige Fassung aus einem dünnen Metallrohr,das Metall umfasst gesamt den  ganzen Brillant .
Zellenverglasung: alte, vorwiegend im keltischen Kulturraum und während der Völkerwanderungszeit angewandte Schmucktechnik, bei welcher farbige, meist rote Glasstückchen oder Granate (Almandine) in ausgehobenen Goldgrund zu flächigem Ornament eingelegt wurden.
Zieheisen, Ziehstein: altes Werkzeug zur Drahtherstellung. Durch kontinuierlich kleiner werdende Löcher wird Gold- oder Silberdraht dünner gezogen.
Ziselieren: 1. Treibarbeit. Gestaltung von dünnem Metallblech zu reliefartiger oder plastischer Form mit Punzen, die verschieden geformte Schlagflächen haben. 2. Gußziselieren ist die Nachbearbeitung von gegossenen Formen mit Punzen.
Ziselierkitt, Treibkitt: zähe, elastische Masse aus Pech, Ziegelmehl und Formsand, der zur Geschmeidigkeit Talg oder Wachs beigemischt wird. Unterlage für Ziselierarbeiten.

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